Wochenkommentar

#Sommerklassiker: Jeremias Gotthelf und die Angst vor dem Fremden

PUBLIZIERT AM 3. Juli 2026 VON Matthias Zehnder

Klassiker in der Literatur sind wie Bilder in einem Museum: einbalsamierte Kunst, überhöht und deshalb still gelegt. Klassiker ärgern niemanden mehr. Schade eigentlich. Als kleine Sommerserie habe ich mir dieses Jahr deshalb vorgenommen, sechs Klassiker mit frischem Blick zu lesen. Den Anfang macht Jeremias Gotthelf. Er ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen streitbaren Autor ruhig stellt: Der Pfarrer aus dem Emmental gilt heute als pittoreskes Beispiel eines...

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Herzlich Willkommen

AM 21. November 2018 VON Matthias Zehnder

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Alles Gute, Matthias Zehnder

Wochenkommentar

Haruki Murakami und der Rhythmus des Schreibens

PUBLIZIERT AM 26. Juni 2026 VON Matthias Zehnder

Vielleicht kennen Sie das: Vor Ihnen liegt ein leeres, weisses Blatt. Sie starren auf das Blatt und fühlen sich zurückversetzt in die Schule: Matheprüfung, erste Aufgabe, keine Ahnung. Doch es geht nicht um Mathematik, es geht darum, den Anfang zu finden. Das Problem ist nicht das Blatt. Ein leerer Bildschirm kann genauso schlimm sein: Und höhnisch blinkt der Cursor … Ich sitze davor, wie das Kaninchen vor der berühmten...

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Wochenkommentar

Arthur Schnitzler und das innere Sprechen

PUBLIZIERT AM 19. Juni 2026 VON Matthias Zehnder

Vermutlich ist das wichtigste Gespräch, das Sie heute geführt haben, das Gespräch mit Ihnen selbst. Gemeint ist damit kein brabbelndes Selbstgespräch, sondern das, was der russische Psychologe Lev Semjonowitsch Vygotski «inneres Sprechen» genannt hat. Das sind keine elaborierten Dialoge, sondern ein bruchstückhaftes Versprachlichen von Gedanken und Handlungen. Dem Gehirn kommt es dabei nicht auf die Grammatik an, sondern nur auf den Sinn, den emotionalen und inhaltlichen Gehalt der Wörter....

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