Denkwerkzeug · Werkzeug 24

Kipppunkt

Zehn Fälle, ein Regler. Und die Frage, ab wann Sie aufhören, sich selbst die Schuld zu geben.

Geoffrey Hinton sagt, ein Notschalter für die künstliche Intelligenz nütze nichts. Die Maschine werde die Menschen am Schalter davon überzeugen, ihn nicht umzulegen. Das Problem sei also nicht die Maschine, sondern unsere Verführbarkeit.

Wenn das stimmt, stellt sich eine alte Frage neu: Wer trägt die Verantwortung, wenn ein Produkt genau auf diese Schwäche zielt? Die Firma, die es baut und verkauft, oder der Mensch, der es benutzt?

Dieses Werkzeug legt Ihnen zehn Fälle vor. Bei jedem verteilen Sie mit einem einzigen Regler die Verantwortung zwischen den Anbietern und den Nutzerinnen. Schnell entscheiden, nicht lange grübeln, das Werkzeug dauert zwei Minuten. Danach sehen Sie Ihre eigene Linie, und Sie sehen, wie das Schweizer Recht dieselben zehn Fälle beantwortet.

So funktioniert der Regler: Ganz links heisst, die Verantwortung liegt allein bei den Anbietern. Ganz rechts heisst, sie liegt allein bei den Nutzerinnen und Nutzern. Die Mitte heisst, beide gleich viel. Es gibt keine richtige Antwort und keine Punktzahl.